Mitglieder der ÖGA H des THW
Steglitz Zehlendorf und Bendorf bei dem VII Internationalen Polnischen
Höhenrettungsmanöver
Hedwig Karkut
(THW OV Steglitz Zehlendorf), Jens Peter (THW OV Tempelhof Schöneberg) und
Axel Manz (THW OV Bendorf) nahmen vom 16.11.-18.11.2011 am VII.
internationalen polnischen Höhenrettungsmanöver in Pulawy (Wojwodschaft
Lublin) teil.
Zwischen den
polnischen Höhenrettern und denen des THW OV Steglitz Zehlendorf sowie
Bendorf besteht seit langem eine feste Kooperationsbeziehung auf operativer
Ebene. Was im Anrainerstaatenkonzept begonnen und in einem EU Cross Border Projekt fortgesetzt wurde das wurde jetzt wieder praktisch gelebt.
So sind sich viele spezielle Retter bereits persönlich bekannt und können
einander einschätzen um solche Übungen gemeinsam sicher zu
absolvieren.
Alle
Deutschen Spezialretter wurden ohne Diskussionen sofort fest in ein Übungsteam
integriert sowie nach Ihren Meinungen und Intensionen gefragt.
Persönliche
Erkenntnisse von Axel Manz:
Im Rahmen der
Übungen konnte ich weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen z.B. im Bereich
der geführten Passivrettungen, Rettung aus Tiefen in Industriellen Anlagen
mit extrem beengten Bereichen, Rettung von Fallschirmspringern aus Bäumen.
Neben der Optimierung der persönlichen Fähigkeiten konnte ich beim
beobachten der anderen Gruppe ebenfalls wertvolle taktische Erkenntnisse
sammeln. Die Teilnahme an Übungen, bei denen die
Aufgabenstellungen durch externe unbekannte Veranstalter vorgegeben worden,
erwiesen sich
als sehr vorteilhaft um einen vielschichtigen Betrachtungswinkel nicht zu
verlieren da man bei eigenen Übungen doch meistens nur persönliche
Vorlieben einbaut.
Ich Bedanke
mich bei den Organisatoren des Manövers für die Möglichkeit zur Teilnahme,
bei den Teilnehmern für die herzliche Aufnahme (Einbindung in die Übungen) und die ausgetauschten Erfahrungen sowie bei meinen übergeordneten
Organisationseinheiten (THW Geschäftsstelle Koblenz/ THW LV HERPSL) die sich
um die Genehmigung, die Finanzierung und die Reiseplanung gekümmert haben.

7. Grundlehrgang SRHT
abgeschlossen
Am 06.11.2011
legten die 11 Teilnehmer des 7. Bendorfer Grundlehrgang SRHT (Höhenrettung)
ihre Prüfung zum speziellen Retter erfolgreich ab.
Am 05.11.2011
wurden die Teilnehmer mit Technikübungen unterschiedlicher Komplexität
beauftragt um den erworbenen Kenntnis- und Fähigkeitsstand ohne
Prüfungsstress zu reflektieren und aufzuzeigen wie die erlernten einzelnen
Techniken und Standards in sehr unterschiedlichen Situationen bedarfsgerecht
zusammengefügt werden können. Hier wird immer von sehr vielen
Einsatzkräften gesagt, dass zu stark definierte Standards in der
Höhenrettung nicht Einsatztauglich sind. Aber so wie bei einem Löschangriff
das erste Rohr gemäß Feuerwehr Dienstvorschrift immer links am Verteiler
angeschlossen wird und der Rest lokal dynamisch entschieden wird, so lässt
sich das genauso auf die Höhenrettung übertragen und ein Systematischer
modularer Ansatz (wie in den Taktisch technischen Arbeitsblättern als
Diskussionsgrundlage ausformuliert) führt schnell zum Einsatzerfolg um den
Zeitraum mit minimaler Therapie für die zu rettende Person so gering wie
möglich zu halten.
Als Übungen
wurde zum einem eine einfach Passiv/ Passiv Übernahmerettung gewählt sowie
eine Tragenrettung auf einer Brücke. Hierbei galt es bei schwierigen Aus-
und Einstieg die zu rettende Person in der Trage auf die andere Seite der
Brücke ohne Bodenkontakt bringen. Hier wurden alle SRHT relevanten
Fähigkeiten (Planung, Technik und Kommunikation) gefordert und
zufriedenstellend erbracht.
Am 06.11.2011
wurde dann die Prüfung zum speziellen Retter absolviert.
Die Prüfung
teile sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Der praktische
Teil gliederte sich wiederum in einen Prüfungsteil mit persönlichen
technischen Können sowie physiologischer Leistungsfähigkeit und einem Teil
Rettung im Team.
Alle Teilnehmer
absolvierten diese Prüfungen erfolgreich und die Ausbilder Markwarth Kamp,
Stefan Schmitz und Axel Manz konnten die Teilnahme erfolgreich beurkunden.
Jetzt kehren
die Teilnehmer in Ihre Stammeinheiten zurück wo regelmäßiges Training und
Fortbildung vorgeschrieben sind. Wir wünschen den Teilnehmern möglichst
wenige Einsätze die aber immer unfallfrei und optimal zum Wohle der
Hilfebedürftigen ausgehen sollen.
Bilder Folgen
Dritter
Ausbildungsabschnitt des 7. Grundlehrgang SRHT abgeschlossen
Die
Teilnehmer des 7. Grundlehrgang SRHT haben Ihren dritten
Ausbildungsabschnitt absolviert und sind somit fast fertig auf Ihrem Weg zum
speziellen Retter aus Höhen und Tiefen.
Dieser dritte Abschnitt war sehr intensiv und führte die Teilnehmer in Sub
Urbanes Gebiet mit sehr stark variierenden Komplexitätsgrad.
Dazu
wurden zu Beginn Techniken und Sicherheitsaspekte zum spannen horizontaler
Seile vermittelt und gezeigt, so z.B. 3 unterschiedliche Varianten (spannen
per ID, Bergrettungsknoten sowie Lutenseeklemme). Bei einer eigenständigen
anschließenden Begehung der gespannten Seile unter dem 3 Punkt
Prinzip konnten sich die Teilnehmer von Ihrem Aufbau unter permanenter
Redundanzbegehung überzeugen.
Anschließend wurden mit diesen gespannten Seilen Schrägseilrettungen sowie
eine Schluchtenrettungen durchgeführt. Am anderen Tag stellte sich
regnerisches Wetter ein was jedoch die Teilnehmer nicht aufhielt den Bereich
Steilhang- und Steilwandrettungen abzuarbeiten. Besonders die
Steilwandrettung stellte die Teilnehmer durch eine kritische, Kanten
übersäte Wandgliederung vor eine sehr spezielle Herausforderung. Hier
unterstützten ausnahmsweise einmal die Ausbilder mit einer sogenannten
menschlichen Umlenkung um der erheblichen Kantengefahren zu begegnen und
die Rettungsübung sicher zu gestalten.
Der
vierte Ausbildungsabschnitt wird die Teilnehmer sicher noch einmal vor
Lehrreiche Übungsstationen und die Prüfungsaufgaben stellen die jedoch noch
geheim sind.


Zweiter
Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zum Höhenretter absolviert.
Die
Teilnehmer des 7. Grundlehrgang Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen
(umgangssprachlich Höhenrettung) haben den 2. Ausbildungsabschnitt von vier
absolviert.
Themenschwerpunkt waren Vorstiegstechniken (Seilführung im Vorstieg,
Platzierung von Zwischensicherungen, sichern mit "tunneln" und "umgreifen"),
verstellbare Tragenaufbauten und Tragenrettungen aus 50m Höhe
bei erheblicher Exposition.
Somit haben jetzt bereits alle Teilnehmer aktiv die 5. Übung mit passiven
Trageneinsätzen absolviert. Die Lehrgangskonzeption der SRHT Bendorf sieht
prioritär Einsatzvarianten mit Tragen vor da begleitete Tragenrettungen das
Haupteinsatzgebiet der Höhenrettungen darstellen. Bei der SRHT Bendorf
werden nicht einfach nur Einsatzkräfte ausgebildet, sondern befreundete
Gruppen Systematisch bis zur Einsatzreife gefördert.
Der
nun folgende 3. Ausbildungsabschnitt wird die auszubildenden Einsatzkräfte
in Sub Urbanes Gebiet führen. Dabei werden überarbeitet Einsatzvarianten mit
diagonalen und horizontalen Seiltechniken (Schrägseil und
Horizontalseilbahnen, minimalistisches spannen von Seilen mit
Bergrettungsknoten, Karaacht und Luttenseeklemme)
abgearbeitet. Steilgeländeeinsätze basierend auf Erfahrungen von
Bergwachttechniken die keine Grundrettungsvariante nach AGBF Empfehlung SRHT
darstellen aber trotzdem im Einsatzgeschehen immer häufiger erforderlich
sind werden das Programm abrunden.

7.
Grundlehrgang SRHT gestartet
Am 08.10. startet der 7.
Grundlehrgang SRHT (umgangssprachlich Höhenrettung) beim THW Bendorf. Dabei
handelt es sich um einen Spezialisierungslehrgang für Erfahrene
Einsatzkräfte zur Qualifizierung für sichere Rettungsoperationen in großen
Höhen und Tiefen.
Bereits ERFAHREN sind die
neuen Lehrgangsteilnehmer auf alle Fälle. So gehören mehrere
Berufsfeuerwehrleute, Rettungsassistenten, Kreisausbilder, Ausbilder für
gewerbliche Höhenrettung und ein Zugführer zu den Teilnehmern mit
entsprechenden erheblichen Vorkenntnissen aus der Absturzsicherung und der
einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen.
Entsprechend schnell werden im
Kurs Fähigkeiten gewonnen und neue Erkenntnisse umgesetzt. Das
Hauptaugenmerk lag auf den Basistätigkeiten wie Knotenkunde,
Anschlagpunktebau und Tragengrundrettungsmanövern.
Dabei wurde unter der
Lehrgangsleitung von Axel Manz sehr viel Wert auf eine saubere Ausarbeitung
der Techniken (nach dem Motto "machen wir erst einmal ist das Ende des
Systematischen Ansatz") nach einem modernen methodischen Ansatz gelegt. So
wurden z.B. das Bremshandprinzip beim Ablassen, HMS Sichern mit "umgreifen"
und "tunneln" als auch der Algorithmus "Erstellung von Anschlagpunkten von
einfach bis kritischen Strukturen" sehr dezidiert und weitreichender
behandelt als wie es z.B. in den veröffentlichen TTAs niedergeschrieben
steht. Hier profitieren die Lehrgangsteilnehmer erheblich von den jahrelang
in Bendorf empirisch ermittelten und physikalisch belegten Hintergrund
Intensionen.
Neben Kameradschafts-
Koordinations- und Teamtraining kam auch das Training von Zwischenfällen im
Rettungsvorgang unter dem Supervising von den Bendorfer Ausbildern Stefan
Schmitz und Markwarth Kamp nicht zu kurz.
Alles in allem ein sehr
schöner Lehrgangsauftakt und am 2. Wochenende warten jetzt
Standardeinsatzvarianten mit verstellbaren Tragenaufbauten und Kapprettungen
bis 50m Höhe auf die Teilnehmer.
Wir, das Ausbilderteam der
SRHT Bendorf, wünschen den Teilnehmern weiterhin einen interessanten
Lehrgang und freuen uns auf die nächsten Unterrichtseinheiten mit euch.

THW freut sich auf neue Unterkunft
Endlich ausreichend Platz für Mannschaft und Fahrzeuge -
Umzug schon Anfang August
-pli- Bendorf. Beengte Räumlichkeiten für die Mannschaft, fehlende Garagen
für die Fahrzeuge und keine Möglichkeiten zur Erweiterung - die bisherige
Unterkunft des THW-Ortsverbands Bendorf in der Bahnhofstraße erwies sich
immer mehr als ein Notbehelf, in dem der technisch gut ausgestattete
Ortsverband mehr schlecht als recht untergebracht war. Nun kann in gut zwei
Monaten eine neue Unterkunft an der Brauereistraße bezogen werden.
THW-Ortsbeauftragter Jörg Lohrum sieht dem Umzug mit großen Erwartungen
entgegen, wie er bei einem Ortstermin betonte. "Unsere bisherige Unterkunft
war mal unser Eigentum, wurde aber vor zwei Jahren in die Verwaltung der
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergeben", sagt er. "Durch die
Erweiterung unserer Tätigkeitsbereiche in den vergangenen Jahren platzte sie
dann aus allen Nähten."
Bei der Suche nach Alternativen erwiesen sich zwei angebotene Objekte als
eher unbrauchbar und wenig zukunftsfähig. Dann kam der Kontakt zu der
Bendorfer Firma Splettstößer zustande. Eine ideale Verbindung, wie sich
schnell herausstellte, denn das Unternehmen bot sich als Investor und
künftiger Vermieter für einen Neubau an der Brauereistraße (nahe
Aldi-Kreisel) an. Das war ein Vorschlag, mit dem sich die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben gut und schnell anfreunden konnte, wie deren
Objektleiterin Katja Wiesner erklärte. Und der Ortsverband allemal, kann er
so doch innerhalb der Stadt Bendorf, dazu noch an verkehrsgünstiger Stelle
bleiben.
Dass die Fertigstellung des neuen Gebäudes - Baubeginn war erst vor gut
sechs Wochen - so rasch fortschreitet, liegt an der Bauweise. Dipl. Ing. FH
Wolfgang Geil (Architekturbüro) erläutert: "Generell wird das gesamte
Projekt in Holzständerwerk - außer Treppenhaus, das aus
brandschutztechnischen Gründen aus Mauerwerk und Beton besteht - erstellt.
Das ist zum einen energetisch günstig, zum anderen ist Holz ein nachhaltiger
Baustoff. Ein weiterer Vorteil ist gerade im gewerblichen Bauen die
Möglichkeit, individuell, schnell und mit extremer Baufeuchte zu bauen, ohne
Beeinträchtigungen bezüglich Wärme- und Schallschutz hinnehmen zu müssen."
Die Baumaßnahme umfasst eine Halle (564 Quadratmeter) zur Unterstellung und
Pflege der Fahrzeuge und Spezialgeräte, der Boote der Wasserrettung sowie
der Ausrüstung der Höhenrettung. Das Büro/Verwaltungsgebäude beherbergt im
Erdgeschoss die sanitären Anlagen und einen großen Jugendausbildungsraum
während im 1. Obergeschoss die Büros der Einsatzleitung, die
Versorgungsküche sowie ein weiterer Ausbildungsraum untergebracht sind.
Juniorchef Andreas Splettstößer freut sich als Bauherr, dass für die
Handwerksarbeiten ausschließlich lokale/regionale Unternehmen tätig sind,
die ganz hervorragende und zügige Arbeit leisteten.



Quelle: Kleeblatt Bendorf
Seilbahnrettungsübung in Cochem
Am 19.03.2011 lud der
Betreiber der Sesselseilbahn in Cochem zur jährlichen Rettungsübung ein.
Geübt würde die Rettung verbleibenden Fahrgäste in den Gondeln im Falle
eines Ausfalls der Antriebstechnik. Teilnehmende Gruppen waren die
Bergrettungsgruppe des DRK Cochem, das THW Cochem und die SRHT Bendorf. Für
alle drei Teams galt es in diesem Jahr die neu angeschafften Gondeln zu
testen. Hier können wir für unsere Gruppe sagen das es mit unserem
standardisierten System zu keinen Problemen kommt. Die Erfahrungen hierfür
durften und haben wir bei den jährlichen Rettungsübungen in Cochem gewonnen
und Jahr für Jahr in unserer Gruppe weiterentwickelt. Seit über 10 Jahren
nehmen Helfer der SRHT Bendorf erst als Beobachter, dann als aktives
Rettungsteam an diesen Übungen teil.
Für die jähriche Einladung, zu dieser anspruchsvollen Übung möchten wir uns
herzlich bei den Organisatoren bedanken und hoffen auf weitere
erkenntnisreiche Veranstaltungen dieser Art.

SRHT Bendorf auf der RETTmobil
2011
"Können Spezielle Retter aus
Höhen und Tiefen Bundesweit problemlos sicher zusammenarbeiten?", das war
die große Frage die sich die Einsatzkräfte der SEG Spezielle Rettung der
Feuerwehr Giessen stellten.
Aufgrund Ihrer bisherigen
analytischen und empirischen Arbeiten (z.B. EUmedSR) lag für sie
nichts näher als das einmal auszuprobieren. Da die Giessener Kameradinnen
und Kameraden die SRHT Vorführungen der RettMobil 2011 gestalten durften,
luden Sie uns kurzfristig ein diese Aktionen an einem Tag
gemeinsam durchzuführen und die Zusammenarbeit unter dem
Sicherheitsaspekt sowie der Kompatibilität zu bewerten.
So fuhren am 11.05.2011 drei
Kameraden der SRHT Bendorf nach Fulda und führten gemeinsam mit den
Kameradinnen und Kameraden aus Giessen sowie Kameraden aus Fulda jeweils
drei mal eine kombinierte Höhenrettungsübung durch. Dazu wurde per Pickup
Verfahren eine gestürzte Person nach oben gerettet und per Schrägseilbahn
auf den Boden gerettet.
Die eingesetzten Retter
kannten sich vorher nicht und haben sich erst unmittelbar in der Übung
kennen gelernt. Aufgrund der gleichen Rahmenbedingungen aus den Grundlagen
der Bundesweit angewendeten AGBF Empfehlung SRHT war ein sicheres
Zusammenarbeiten problemlos möglich. Ein weiteres Definieren von
standardisierten Techniken (z.B. Anschlagpunktbau) wird aber als
empfehlenswert erachtet. Die SRHT Bendorf stellt hierzu mit Ihren
Taktisch
Technischen
Arbeitsblättern
- Spezial
Rettung
eine frei verfügbare, unabhängige Diskusions- und Gesprächsgrundlage zur
Verfügung.
Weitere Informationen und ein
kleines Video dazu finden Sie im Netz bei RetterTV unter: Link (
http://www.retter.tv/de/rettmobil.html?ereig=-Spezielle-Rettung-aus-Hoehen-und-Tiefen-auf-der-RETTmobil-2011-&ereignis=7379 )
Unserer besonderer Dank gilt
den Kameradinnen und Kameraden der Giessener Feuerwehr für Ihr Vertrauen und
die Möglichkeit zum gemeinsamen "Experiment".
Bei einem anschließenden
Messebesuch wurden verschiedene Aussteller besucht und Rettungsmittel
begutachtet die die SRHT Bendorf gern beschaffen möchte (z.B. eine Ferno
Stahlrahmenschleifkorbtrage). Dieses Trage z.B. erscheint unseren Technikmix
(Mischung aus Höhen-, Berg- und Wasserrettungstechniken) nach sehr geeignet,
allerdings ist derzeit leider eine Beschaffung durch die ÖGA (Örtliche
Gefahren Abwehr/ Einheit im THW mit Bedarfsträger vor Ort welche
eigenständig finanziert werden muss) aufgrund der Preisintensität ohne
zusätzliche Sponsoren unmöglich.
Wenn Sie uns hier unterstützen
möchten würden wir uns sehr freuen wenn Sie mit uns in Kontakt (Kontaktlink)
treten würden.

SRHT
Dienst Mai
Am 07.05.2011 fand der Mai
Dienst der SRHT Bendorf statt. Dabei wurden verschiedene erweiterte
Tragentechniken (vertikal verstellbare Tragenaufbauten/ z.B. für Einsätze in
Schächten oder Windkraftanlagen) der Höhenrettung in einem
Grundlagentraining gemäß der Einheitsinternen Standards wiederholt.
Dazu wurde durch zwei der
Einheit angehörenden Seilzugangstechniker die Anwendung eines Sitzbrettes
erklärt.

Training von Bergrettungstechniken
und
Erarbeitung horizontaler Seiltechniken
Am 30.04.2011. trafen sich
Einsatzkräfte der SRHT Bendorf um verschiedene Einsatzszenarien der
Bergrettung zu beüben sowie um sich erweiterte Techniken der horizontalen
Mobilität zu erarbeiten. Dazu wurden verschiedene Rettungen und Übungen im
nicht urbanen, alpin ähnlichen Gebieten (den Klettergebieten Ettringen und
Kottenheim) durchgeführt.
Es galt sich Lageangepasst
auszurüsten (nicht zu viel Material, aber auch nicht zu wenig), mit diesem
Material verschiedene vertikale Hindernisse im weiträumigen Zugang zu
überwinden (z.B. abseilen mit schwerer Rückenlast) und nacheinander mehrere
Rettungen aus Steilhängen durchzuführen. Aufgrund der situativen
Besonderheiten der Bergrettungssituationen gegenüber dem
Höhenrettungseinsatz im urbanen Gebieten wurden verschiedene Defizite
ermittelt und Problemlösungskompetenzen erörtert und erprobt.
Ein weiterer Punkt war die
horizontale Mobilität. Dazu wurden Kenntnisse im Bereich horizontal
gespannte Seile vermittelt und in der Praxis mit verschiedenen Techniken
umgesetzt (allseitig lösbare Verankerungen, spannen mit HMS und
Expressflaschenzug, spannen mit HMS und extern aufgesetzten Flaschenzug und
spannen mit Abseilgerät und Expressflaschenzug). Zum begehen wurden dann
kreuzende Seilstrecken erstellt (horizontales Verbringen von Seilen
erforderlich/ Transport per Pilotleine, verbracht durch Bigshot und
Wurfleinenbeutel) und begangen (redundantes begehen eines Seils
mit überwinden der querenden Seile als Hindernis/ redundantes begehen von
Seilen mit umsteigen auf die kreuzende Seile).
Solche horizontalen
Seiltechniken sind wahrscheinlich für die Mehrzahl der
Höhenrettungseinsätze niemals erforderlich. Da jedoch die SRHT
Bendorf Bundesweit den Strömungsrettern der DLRG bei allfällig möglichen
Evakuierungen/Rettungen aus kritischen und schwer erreichbaren Expositionen
im Rahmen von Katastrophenschutzeinsätzen beratend zur Seite stehen kann,
ist ein eigenes sicheres Beherrschen der Techniken und das Wissen um die
Grundlagen sowie die Einsatzgrenzen dringend erforderlich.

Ausbilder der SRHT Bendorf unterstützt wiederholt
DLRG
auf Bundesebene
Bereits zum dritten mal
unterstützt Axel Manz (Ausbilder Spezial Rettung der SRHT Bendorf) im Rahmen
der Kooperation zwischen DLRG und THW bei Lehrgängen der DLRG
Strömungsretter auf Bundesebene im Bereich Technik und Taktik mit
Seiltechnischer Rettung.
Die Besonderheiten der
Seiltechnischen Rettung im/ am Wasser sind gekennzeichnet durch den
absoluten KISS Gedanken (Keep It Simple and Safe/ möglichst alles mit
Bandschlingen, Karabinern und Rollen, auf komplexe Seiltechnische Geräte
sollte verzichtet werden). Hier wird von Seiten der DLRG sehr gern auf den
Erfahrungsschatz an alpin- und wassertechnischen Erfahrungen der Bendorfer
Ausbilder aus den Bereichen der behelfsmäßigen Bergrettung und der
Seiltechniken aus dem Abenteuersport (dem Canyoning) zurückgegriffen welche
Lage angepasst (Rettung aus Wassergefahren) mit praxisgerechten
Mitteln eines Sicherheitsmanagementes ergänzt sind und damit in einen
Kontext gebracht wurden der den geschulten Einsatzkräften einen hoch
effizienten und mit minimierten Restrisiko versehenen Rettungseinsatz
ermöglichen soll.
Zur Bewertung der
Seiltechnischen Anforderungen zur Unterstützung/ Kooperation mit der DLRG
sowie im Rahmen eigener Anforderungen im begleiteten und mittlerweile
abgeschlossenen EU Cross Border Projektes (Action 6/ Höhenrettung im
Hochwasserfall) haben sich Bendorfer Einsatzkräfte zum Strömungsretter und
Truppführer Strömungsrettung qualifizieren lassen. Dabei kamen umfangreiche
Erkenntnisse zu Tage die mit den SRHT Techniken verglichen und reflektiert
wurden. Eine Haupterkenntnis ist, das Höhenrettungstechniken nach AGBF
Empfehlung SRHT und Seiltechniken der Strömungsrettung sehr
unterschiedlichen Anforderungen und Lösungsansätzen unterliegen. Dies
besonders im Bereich der verwendeten Geräte, Taktiken und dem Grad der
Redundanz.
Aufgrund dieser
Erkenntnisse werden für eine Zusammenarbeit zwischen Strömungsrettern und
Höhenrettern von den Bendorfern Einsatzkräften dringend Abstimmungs- und
Kennenlernübungen empfohlen um im Einsatz gemeinsam den zu rettenden
Personen optimal und sicher helfen zu können.
Bei Bedarf stehen wir Ihnen
mit unserem Wissen und Erkenntnissen in diesem Teilgebiet der Spezial
Rettung sehr gern zur Verfügung.
Bilder Copyright DLRG
Bebra

Februardienst 2011
Wie bereits bei den vorherigen
Diensten wurde auch im Februar im Rahmen der Einsatzvorbereitung an der
weiteren systematischen Standardisierung der Gruppen internen Seiltechniken
gearbeitet.
Folgende Themen und Taktiken
wurden dabei theoretisch und praktisch behandelt:
- taktisches Vorgehen mit
unterbesetzten Team bei verschiedenen Szenarien (Anwendung von operativem
Mindmapping)
- Kompatibilitätsprüfung von
neuen Einsatzmaterialien zu den bisherigen Standards
- Trage
verstellbar von oben durch das Einsatzteam (Manipulatorseil)
- Trage wiederholbar
verstellbar durch begleitende Einsatzkraft (mit PSA tauglichen
Hilfsflaschenzug)
- Knoten überfahren beim
Abseilen (mit Hilfsflaschenzug/ mit Prusik- und Bergrettungsknoten)
- Knoten überfahren beim
Aufseilen (mit Hilfsflaschenzug)"

Erster
Dienst im neuen Jahr 2011
Am 08.01.2011 wurde der erste SRHT Dienst im
Jahr 2011 abgehalten.
Zur taktischen Weiterentwicklung wurden verschiedene Einsatzszenarien anhand
von Planspielen durchgesprochen.
Aufgrund der aktuellen allgemeinen Lage mit möglichen Dachberäumungs
Einsätzen oder deren Absicherung als Rettungstrupp, wurden im Rahmen der
Einsatzvorbereitung die dabei auftretenden Gefahren sowie ggf. erforderliche
Rettungstechniken (unbegleitete PSA Rettung am Einfachseil) erarbeitet.
Als letzter Teil wurde an der weiteren Standardisierung gearbeitet. Dabei
wurde die ausgleichende Spinnenverankerung sowie eine modifizierte
Tragenaufhängung behandelt.
Genaue Informationen zum standardisierten System „Anschlagpunkte“der SRHT
Bendorf finden Sie unter Taktik im neu überarbeiteten TTA SR 1.

Nachruf: In Gedenken an Michael (Michl) Uhrmann
Am 28.12.2010 verunglückte leider der Geschäftsführer der Fa. AustriAlpin
bei einem tragischen Sportunfall tödlich. Es passierte bei der Ausübung
seines größten Hobbys, dem Speed-Gliden.
Michael stellte uns im Jahre 2008 sofort 30 hochwertige Schraubkarabiner zur
Verfügung die für die Teilnahme am polnischen Höhenrettungswettkampf
erforderlich waren.
„Michael, Du warst einfach ein cooler Typ. Du wirst vielen fehlen.“