Die Höhenrettung
Bendorf wünscht allen Interessenten, Förderern, Freunden und dem OV Bendorf
eine frohes neues Jahr 2012.

Mitglieder der ÖGA H des THW
Steglitz Zehlendorf und Bendorf bei dem VII Internationalen Polnischen
Höhenrettungsmanöver
Hedwig Karkut
(THW OV Steglitz Zehlendorf), Jens Peter (THW OV Tempelhof Schöneberg) und
Axel Manz (THW OV Bendorf) nahmen vom 16.11.-18.11.2011 am VII.
internationalen polnischen Höhenrettungsmanöver in Pulawy (Wojwodschaft
Lublin) teil.
Zwischen den
polnischen Höhenrettern und denen des THW OV Steglitz Zehlendorf sowie
Bendorf besteht seit langem eine feste Kooperationsbeziehung auf operativer
Ebene. Was im Anrainerstaatenkonzept begonnen und in einem EU Cross Border Projekt fortgesetzt wurde das wurde jetzt wieder praktisch gelebt.
So sind sich viele spezielle Retter bereits persönlich bekannt und können
einander einschätzen um solche Übungen gemeinsam sicher zu
absolvieren.
Alle
Deutschen Spezialretter wurden ohne Diskussionen sofort fest in ein Übungsteam
integriert sowie nach Ihren Meinungen und Intensionen gefragt.
Persönliche
Erkenntnisse von Axel Manz:
Im Rahmen der
Übungen konnte ich weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen z.B. im Bereich
der geführten Passivrettungen, Rettung aus Tiefen in Industriellen Anlagen
mit extrem beengten Bereichen, Rettung von Fallschirmspringern aus Bäumen.
Neben der Optimierung der persönlichen Fähigkeiten konnte ich beim
beobachten der anderen Gruppe ebenfalls wertvolle taktische Erkenntnisse
sammeln. Die Teilnahme an Übungen, bei denen die
Aufgabenstellungen durch externe unbekannte Veranstalter vorgegeben worden,
erwiesen sich
als sehr vorteilhaft um einen vielschichtigen Betrachtungswinkel nicht zu
verlieren da man bei eigenen Übungen doch meistens nur persönliche
Vorlieben einbaut.
Ich Bedanke
mich bei den Organisatoren des Manövers für die Möglichkeit zur Teilnahme,
bei den Teilnehmern für die herzliche Aufnahme (Einbindung in die Übungen) und die ausgetauschten Erfahrungen sowie bei meinen übergeordneten
Organisationseinheiten (THW Geschäftsstelle Koblenz/ THW LV HERPSL) die sich
um die Genehmigung, die Finanzierung und die Reiseplanung gekümmert haben.

7. Grundlehrgang SRHT
abgeschlossen
Am 06.11.2011
legten die 11 Teilnehmer des 7. Bendorfer Grundlehrgang SRHT (Höhenrettung)
ihre Prüfung zum speziellen Retter erfolgreich ab.
Am 05.11.2011
wurden die Teilnehmer mit Technikübungen unterschiedlicher Komplexität
beauftragt um den erworbenen Kenntnis- und Fähigkeitsstand ohne
Prüfungsstress zu reflektieren und aufzuzeigen wie die erlernten einzelnen
Techniken und Standards in sehr unterschiedlichen Situationen bedarfsgerecht
zusammengefügt werden können. Hier wird immer von sehr vielen
Einsatzkräften gesagt, dass zu stark definierte Standards in der
Höhenrettung nicht Einsatztauglich sind. Aber so wie bei einem Löschangriff
das erste Rohr gemäß Feuerwehr Dienstvorschrift immer links am Verteiler
angeschlossen wird und der Rest lokal dynamisch entschieden wird, so lässt
sich das genauso auf die Höhenrettung übertragen und ein Systematischer
modularer Ansatz (wie in den Taktisch technischen Arbeitsblättern als
Diskussionsgrundlage ausformuliert) führt schnell zum Einsatzerfolg um den
Zeitraum mit minimaler Therapie für die zu rettende Person so gering wie
möglich zu halten.
Als Übungen
wurde zum einem eine einfach Passiv/ Passiv Übernahmerettung gewählt sowie
eine Tragenrettung auf einer Brücke. Hierbei galt es bei schwierigen Aus-
und Einstieg die zu rettende Person in der Trage auf die andere Seite der
Brücke ohne Bodenkontakt bringen. Hier wurden alle SRHT relevanten
Fähigkeiten (Planung, Technik und Kommunikation) gefordert und
zufriedenstellend erbracht.
Am 06.11.2011
wurde dann die Prüfung zum speziellen Retter absolviert.
Die Prüfung
teile sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Der praktische
Teil gliederte sich wiederum in einen Prüfungsteil mit persönlichen
technischen Können sowie physiologischer Leistungsfähigkeit und einem Teil
Rettung im Team.
Alle Teilnehmer
absolvierten diese Prüfungen erfolgreich und die Ausbilder Markwarth Kamp,
Stefan Schmitz und Axel Manz konnten die Teilnahme erfolgreich beurkunden.
Jetzt kehren
die Teilnehmer in Ihre Stammeinheiten zurück wo regelmäßiges Training und
Fortbildung vorgeschrieben sind. Wir wünschen den Teilnehmern möglichst
wenige Einsätze die aber immer unfallfrei und optimal zum Wohle der
Hilfebedürftigen ausgehen sollen.
Bilder Folgen
Dritter
Ausbildungsabschnitt des 7. Grundlehrgang SRHT abgeschlossen
Die
Teilnehmer des 7. Grundlehrgang SRHT haben Ihren dritten
Ausbildungsabschnitt absolviert und sind somit fast fertig auf Ihrem Weg zum
speziellen Retter aus Höhen und Tiefen.
Dieser dritte Abschnitt war sehr intensiv und führte die Teilnehmer in Sub
Urbanes Gebiet mit sehr stark variierenden Komplexitätsgrad.
Dazu
wurden zu Beginn Techniken und Sicherheitsaspekte zum spannen horizontaler
Seile vermittelt und gezeigt, so z.B. 3 unterschiedliche Varianten (spannen
per ID, Bergrettungsknoten sowie Lutenseeklemme). Bei einer eigenständigen
anschließenden Begehung der gespannten Seile unter dem 3 Punkt
Prinzip konnten sich die Teilnehmer von Ihrem Aufbau unter permanenter
Redundanzbegehung überzeugen.
Anschließend wurden mit diesen gespannten Seilen Schrägseilrettungen sowie
eine Schluchtenrettungen durchgeführt. Am anderen Tag stellte sich
regnerisches Wetter ein was jedoch die Teilnehmer nicht aufhielt den Bereich
Steilhang- und Steilwandrettungen abzuarbeiten. Besonders die
Steilwandrettung stellte die Teilnehmer durch eine kritische, Kanten
übersäte Wandgliederung vor eine sehr spezielle Herausforderung. Hier
unterstützten ausnahmsweise einmal die Ausbilder mit einer sogenannten
menschlichen Umlenkung um der erheblichen Kantengefahren zu begegnen und
die Rettungsübung sicher zu gestalten.
Der
vierte Ausbildungsabschnitt wird die Teilnehmer sicher noch einmal vor
Lehrreiche Übungsstationen und die Prüfungsaufgaben stellen die jedoch noch
geheim sind.


Zweiter
Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zum Höhenretter absolviert.
Die
Teilnehmer des 7. Grundlehrgang Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen
(umgangssprachlich Höhenrettung) haben den 2. Ausbildungsabschnitt von vier
absolviert.
Themenschwerpunkt waren Vorstiegstechniken (Seilführung im Vorstieg,
Platzierung von Zwischensicherungen, sichern mit "tunneln" und "umgreifen"),
verstellbare Tragenaufbauten und Tragenrettungen aus 50m Höhe
bei erheblicher Exposition.
Somit haben jetzt bereits alle Teilnehmer aktiv die 5. Übung mit passiven
Trageneinsätzen absolviert. Die Lehrgangskonzeption der SRHT Bendorf sieht
prioritär Einsatzvarianten mit Tragen vor da begleitete Tragenrettungen das
Haupteinsatzgebiet der Höhenrettungen darstellen. Bei der SRHT Bendorf
werden nicht einfach nur Einsatzkräfte ausgebildet, sondern befreundete
Gruppen Systematisch bis zur Einsatzreife gefördert.
Der
nun folgende 3. Ausbildungsabschnitt wird die auszubildenden Einsatzkräfte
in Sub Urbanes Gebiet führen. Dabei werden überarbeitet Einsatzvarianten mit
diagonalen und horizontalen Seiltechniken (Schrägseil und
Horizontalseilbahnen, minimalistisches spannen von Seilen mit
Bergrettungsknoten, Karaacht und Luttenseeklemme)
abgearbeitet. Steilgeländeeinsätze basierend auf Erfahrungen von
Bergwachttechniken die keine Grundrettungsvariante nach AGBF Empfehlung SRHT
darstellen aber trotzdem im Einsatzgeschehen immer häufiger erforderlich
sind werden das Programm abrunden.

7.
Grundlehrgang SRHT gestartet
Am 08.10. startet der 7.
Grundlehrgang SRHT (umgangssprachlich Höhenrettung) beim THW Bendorf. Dabei
handelt es sich um einen Spezialisierungslehrgang für Erfahrene
Einsatzkräfte zur Qualifizierung für sichere Rettungsoperationen in großen
Höhen und Tiefen.
Bereits ERFAHREN sind die
neuen Lehrgangsteilnehmer auf alle Fälle. So gehören mehrere
Berufsfeuerwehrleute, Rettungsassistenten, Kreisausbilder, Ausbilder für
gewerbliche Höhenrettung und ein Zugführer zu den Teilnehmern mit
entsprechenden erheblichen Vorkenntnissen aus der Absturzsicherung und der
einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen.
Entsprechend schnell werden im
Kurs Fähigkeiten gewonnen und neue Erkenntnisse umgesetzt. Das
Hauptaugenmerk lag auf den Basistätigkeiten wie Knotenkunde,
Anschlagpunktebau und Tragengrundrettungsmanövern.
Dabei wurde unter der
Lehrgangsleitung von Axel Manz sehr viel Wert auf eine saubere Ausarbeitung
der Techniken (nach dem Motto "machen wir erst einmal ist das Ende des
Systematischen Ansatz") nach einem modernen methodischen Ansatz gelegt. So
wurden z.B. das Bremshandprinzip beim Ablassen, HMS Sichern mit "umgreifen"
und "tunneln" als auch der Algorithmus "Erstellung von Anschlagpunkten von
einfach bis kritischen Strukturen" sehr dezidiert und weitreichender
behandelt als wie es z.B. in den veröffentlichen TTAs niedergeschrieben
steht. Hier profitieren die Lehrgangsteilnehmer erheblich von den jahrelang
in Bendorf empirisch ermittelten und physikalisch belegten Hintergrund
Intensionen.
Neben Kameradschafts-
Koordinations- und Teamtraining kam auch das Training von Zwischenfällen im
Rettungsvorgang unter dem Supervising von den Bendorfer Ausbildern Stefan
Schmitz und Markwarth Kamp nicht zu kurz.
Alles in allem ein sehr
schöner Lehrgangsauftakt und am 2. Wochenende warten jetzt
Standardeinsatzvarianten mit verstellbaren Tragenaufbauten und Kapprettungen
bis 50m Höhe auf die Teilnehmer.
Wir, das Ausbilderteam der
SRHT Bendorf, wünschen den Teilnehmern weiterhin einen interessanten
Lehrgang und freuen uns auf die nächsten Unterrichtseinheiten mit euch.

SRHT
Bendorf auf der RETTmobil 2011
"Können Spezielle Retter aus Höhen und Tiefen Bundesweit problemlos
sicher zusammenarbeiten?", das war die große Frage die sich die
Einsatzkräfte der SEG Spezielle Rettung der Feuerwehr Giessen stellten.
Aufgrund Ihrer bisherigen analytischen und empirischen Arbeiten (z.B.
EUmedSR) lag für sie nichts näher als das einmal auszuprobieren. Da die
Giessener Kameradinnen und Kameraden die SRHT Vorführungen der RettMobil
2011 gestalten durften, luden Sie uns kurzfristig ein diese Aktionen an
einem Tag gemeinsam durchzuführen und die Zusammenarbeit unter dem
Sicherheitsaspekt sowie der Kompatibilität zu bewerten.
So
fuhren am 11.05.2011 drei Kameraden der SRHT Bendorf nach Fulda und
führten gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Giessen sowie
Kameraden aus Fulda jeweils drei mal eine kombinierte Höhenrettungsübung
durch. Dazu wurde per Pickup Verfahren eine gestürzte Person nach oben
gerettet und per Schrägseilbahn auf den Boden gerettet.
Die
eingesetzten Retter kannten sich vorher nicht und haben sich erst
unmittelbar in der Übung kennen gelernt. Aufgrund der gleichen
Rahmenbedingungen aus den Grundlagen der Bundesweit angewendeten AGBF
Empfehlung SRHT war ein sicheres Zusammenarbeiten problemlos möglich.
Ein weiteres Definieren von standardisierten Techniken (z.B.
Anschlagpunktbau) wird aber als empfehlenswert erachtet. Die SRHT
Bendorf stellt hierzu mit Ihren
Taktisch
Technischen
Arbeitsblättern
- Spezial
Rettung
eine frei verfügbare, unabhängige Diskusions- und Gesprächsgrundlage zur
Verfügung.
Weitere Informationen und ein kleines Video dazu finden Sie im Netz bei
RetterTV unter: Link (
http://www.retter.tv/de/rettmobil.html?ereig=-Spezielle-Rettung-aus-Hoehen-und-Tiefen-auf-der-RETTmobil-2011-&ereignis=7379 )
Unserer besonderer Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden der
Giessener Feuerwehr für Ihr Vertrauen und die Möglichkeit zum
gemeinsamen "Experiment".
Bei
einem anschließenden Messebesuch wurden verschiedene Aussteller besucht
und Rettungsmittel begutachtet die die SRHT Bendorf gern beschaffen
möchte (z.B. eine Ferno Stahlrahmenschleifkorbtrage). Dieses Trage z.B.
erscheint unseren Technikmix (Mischung aus Höhen-, Berg- und
Wasserrettungstechniken) nach sehr geeignet, allerdings ist derzeit
leider eine Beschaffung durch die ÖGA (Örtliche Gefahren Abwehr/ Einheit
im THW mit Bedarfsträger vor Ort welche eigenständig finanziert werden
muss) aufgrund der Preisintensität ohne zusätzliche Sponsoren unmöglich.
Wenn
Sie uns hier unterstützen möchten würden wir uns sehr freuen wenn Sie
mit uns in Kontakt (Kontaktlink) treten würden.
